Eine Frau im Rollstuhl in der Küche streichelt eine Katze

Wie Selbstbestimmung selbstverständlich wird

Eine eigene Wohnung. Ein Zuhause, das man nach seinem Geschmack einrichtet. Den Esstisch ans Fenster rückt, auf dem beigen Sofa grüne Kissen liegen, man das isst, worauf man Lust hat. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, oder? Die Realität sieht für Menschen mit Behinderungen anders aus. Die Stiftung Pontas zeigt in einer einfühlsamen Dokumentation, wie ein selbstbestimmtes Leben für Betroffene möglich ist – und welche Hürden überwunden werden müssen.

Ich lebe so wie ich will

Selbstbestimmung – diesem gehaltvollen und wichtigen Begriff hat sich die Stiftung Pontas Schweiz verschrieben. Mit Selbstbestimmung ist gemeint, dass jeder Mensch selbst entscheiden kann, wie er leben möchte. Dabei geht es nicht um die Ortschaft, die Anzahl Zimmer oder ob die Wohnung einen Balkon hat oder nicht. Es geht um die Wahl, ob Menschen mit Behinderungen in einer Institution oder in den eigenen vier Wänden leben wollen. Es geht um eine grundsätzliche Entscheidung. Doch vielen Betroffen bleibt diese Wahl verwehrt. 

Pontas Schweiz begleitet Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben und sieht sich als Anlaufstelle für Betroffene und ihre Angehörigen, wenn sie sich für ein Leben mit Assistenz interessieren. Doch weil manchmal reden alleine nicht reicht, zeigt Pontas Schweiz in einer eindrücklichen Dokumentation, wie Selbstbestimmung im echten Leben funktioniert und zwar aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen und persönlichen Assistenzpersonen.

Sensibilisieren und informieren

Der Film mit dem treffenden Titel «Leben in abhängiger Unabhängigkeit» ermöglicht aber nicht nur den Blick in die Wohnzimmer von Betroffenen, sondern versorgt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit wichtigen Informationen. So wird unter anderem die Finanzierung des Assistenzmodells erklärt. Ausserdem erläutern zwei Expert*innen, was die Aussage «die Schweiz verpflichtet sich, die von der UNO-Behindertenrechtskonvention geforderte Gleichstellung und Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen zu ermöglichen» überhaupt bedeutet. 

Eine ganz wichtige Botschaft, die der Film vermittelt, ist, dass Menschen mit Behinderungen noch immer und sehr häufig unterschätzt werden. Nicht nur, was ihre Fähigkeiten und Eigenschaften angeht. Sondern insbesondere bezogen auf die Tatsache, dass sie Anspruch auf die gleichen Freiheiten und Rechte haben wie Menschen ohne Behinderungen. 

Die Stiftung Pontas Schweiz macht sich stark für die Betroffenen, für die die Wörter selbstbestimmt, gleichberechtigt, autonom und inklusiv nicht mehr nur Begriffe sind, sondern eine Bedeutung haben. Nämlich wie selbstverständlich es ist, so zu leben, wie man will. 
Die Dokumentation richtet sich an Assistenznehmende oder persönliche Assistenzpersonen, die mit dem Thema «Leben mit Assistenz» noch nicht im Detail vertraut sind, und an alle Interessierten. Hier geht es zum Trailer (Anmeldung erforderlich). Der Film dauert 50 Minuten und ist in deutscher Sprache mit Untertiteln verfügbar. Die DVD kostet 15 Franken (zzgl. Versandkosten) und kann bei der Stiftung Pontas Schweiz via E-Mail info@pontas.ch bestellt werden.

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Bild: Pexels, Marcus Aurelius

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