Frau mit Brille (persönliche Assistenzperson) mit ihrem Arbeitgeber, im Rollstuhl sitzend, zeigen sich frohgelaunt in der Wohnung

«Für mich schliesst sich mit dem Assistenzjob mein Lebenskreis.»

Christiane ist ein Profi. Als Sozialpädagogin ist sie vom Fach, hat viele Jahre mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet. Trotzdem ist der Job als persönliche Assistenzperson für sie viel mehr. Sinnvoll, bereichernd, genau ihr Ding. Seit Kurzem arbeitet sie für zwei Assistenznehmende, eine junge Frau und einen jungen Mann. Uns erzählt sie, wie unterschiedlich die beiden Jobs sind, welche Gemeinsamkeiten sie mit ihren Chefs teilt und was sie Lustiges mit ihnen erlebt. Ein Interview über schnurrende Fellnasen und fliegende EC-Kärtchen.

Du bist Sozialpädagogin und hast viele Jahrzehnte mit Menschen mit Behinderungen im Institutionsumfeld gearbeitet. Seit September 2021 arbeitest du für zwei Assistenznehmende als persönliche Assistenzperson (PA). Wie muss man sich eine typische Arbeitswoche bei dir vorstellen? Kannst du uns mal mitnehmen? 

Am Montag starte ich immer früh, der Wecker klingelt um 5.10 Uhr. Immer am Montag, Mittwoch und Freitag arbeite ich bei Manuel (Name geändert). Da geht mein Dienst um 6.15 Uhr los. Einmal pro Woche bin ich bei Manuel auch abends, dann koche ich für ihn sein Znacht. Meine andere Stelle ist bei Fiona (Name geändert). Sie will keine fixen Tage haben, da muss ich sehr flexibel sein, weil sich meine Arbeit nach ihrem Wochenprogramm ausrichtet. Das ist für mich aber ok. Meistens bin ich zwischen zwei- und dreimal bei ihr. Das ist jede Woche ein bisschen anders. 

Bei Manuel sind wir ein Team von vier Assistenzpersonen, drei helfen im Haushalt und eine begleitet ihn beim Studium. Manchmal tauschen wir unsere Einsätze untereinander, wenn jemand nicht kann. Nächste Woche bin ich zum Beispiel fast jeden Tag bei ihm.

Bei Manuel bin ich erst seit September 2021, bei Fiona schon seit Januar 2020. Im Moment spielt sich alles ein, man muss sich ja auch erstmal an die neuen Abläufe und Strukturen gewöhnen. 

Wie ist das, für zwei unterschiedliche Chefs zu arbeiten?

Es klappt sehr gut. Ich könnte jetzt nicht zwei Stellen haben, bei denen ich so flexibel sein muss wie bei Fiona. Das war beim Vorstellungsgespräch mit Manuel auch ein Thema. Er hat mir gesagt, dass er jemanden sucht für vormittags und ich habe sofort geantwortet, dass mir das sehr zusagt. Morgens bin ich eine Stunde bei ihm, also meistens um halb Acht schon fertig. Dann hole ich mir oft frische Gipfeli in der Migros und gehe nach Hause. Ich habe dann noch den ganzen Tag vor mir. Vor Kurzem bin ich zum Beispiel schon in Wanderschuhen und Berghosen zu Manuel und nach meinem Einsatz bei ihm nach Luzern gefahren und auf den Pilatus hoch. Ich stand um 10 Uhr oben auf dem Gipfel. 

Mit den zwei Stellen habe ich noch genug Zeit für mich und meine Hobbies. Der Dienstag ist mir zum Beispiel heilig, den will ich für mich haben. 

Wieso hast du dich entschieden, deinen früheren Job aufzugeben und als PA zu arbeiten?

Für mich schliesst sich mit meinen zwei Jobs als PA ein bisschen der Kreis meiner eigenen Lebensgeschichte. Ich habe schon immer mit Menschen mit Behinderungen zu tun gehabt, privat und beruflich. Als Jugendliche hatte ich ein erstes Schlüsserlebnis. Ich war im Krankenhaus, und meine Bettnachbarin war ein Mädchen im Rollstuhl. Wir verstanden uns mega gut und wurden Freundinnen. Dass sie im Rollstuhl sass, war für mich kein Thema. Durch sie kam ich zu meinem ersten Assistenzjob. Sie lebte in einem Wohnheim und die Bewohner suchten Betreuer für ein Ferienlager. Ich war zu der Zeit vielleicht 16 oder 17 Jahre alt, also noch in der Schule. Ich fuhr dann spontan mit nach Amsterdam und übernahm die 1:1-Betreuung für einen blinden jungen Mann. Das war eine ganz spannende Erfahrung und sehr einschneidend, mit ihm zusammen diese fremde Stadt zu erkunden. 

Daraus ist auch mein Berufswunsch entstanden. Ich habe in Deutschland Erzieherin gelernt und unter anderem in einem inklusiven Kindergarten gearbeitet. Das Thema ist für mich also immer präsent gewesen, ich habe auch nie Berührungsängste gehabt. Dass ich heute als PA arbeite, ist für mich eine logische Konsequenz und hat auch mit meiner persönlichen Lebensgeschichte zu tun. Nach einem Burnout und einer zweijährigen Berufspause bin ich nie mehr so richtig in mein altes Arbeitsleben reingekommen. Ich war institutionsmüde und wusste, so will ich nicht mehr arbeiten. 

Also habe ich mich umgeguckt. Ich habe das Privileg, abgesichert zu sein und Geld steht für mich heute nicht mehr im Vordergrund. Mein Job muss Sinn machen. Und der Assistenzjob ist genau mein Ding. Der Inklusionsgedanke und meine Auffassung vom Beruf sind hier zu Ende gedacht. Der Betroffene ist mein Arbeitgeber, die Auseinandersetzung und Kommunikation findet direkt und unmittelbar statt und genau das schätze ich so an dem Beruf. 

Wie bist du zu deinen Jobs als PA gekommen? 

Fiona wohnt bei mir im Quartier, zwei Minuten von meinem Zuhause entfernt. Ich sage immer, der Job bei ihr ist ein «Pantoffeljob». Ich kann in den Finken zu ihr rüber laufen. Der Kontakt zwischen uns ist über meine Tochter entstanden. Sie hat über Facebook Kleider verschenkt und Fiona hat sich gemeldet. Sie haben dann herausgefunden, dass ich ganz in ihrer Nähe wohne. Vom Sehen her habe ich sie auch gekannt. 

Fiona war zu der Zeit gerade dabei, den IV-Assistenzbeitrag zu beantragen, das war aber noch hängig. Als sie dann wusste, dass sie den Beitrag bekommt und Assistenzpersonen anstellen kann, erzählte sie das meiner Tochter. Und die kam dann auf mich zu und meinte, das wäre doch was für mich. Wir trafen uns und kurz danach fing ich an, bei ihr zu arbeiten. 

Ich arbeitete damals noch 60 % in einem Altersheim. Nebenbei zehn Stunden zu arbeiten lag also gut drin. Vor allem auch, weil sie bei mir ums Eck wohnte. Ich bin dann oft nach der Arbeit um Fünf zu ihr, machte bei ihr den Haushalt, kochte, ass mit ihr und versorgte ihre Tiere.

Und wie hast du Manuel gefunden? 

Über CléA. Fiona hat mich irgendwann auf die CléA Jobplattform aufmerksam gemacht. Ich habe dann ein Profil erstellt, aber mich erstmal noch nicht aktiv um einen neuen Job gekümmert. Anfang 2021 hat sich dann meine berufliche Situation grundlegend verändert. Ich habe sehr überraschend meine Stelle im Altersheim verloren, wohl wegen Corona. Ich habe mir dann überlegt: Was mache ich denn jetzt? Und weil ich das Profil bei CléA schon gehabt habe, bin ich auf die Idee gekommen, einen zweiten PA-Job zu suchen.

Du hast deinen zweiten Job als PA über die CléA Jobplattform gefunden. Wie lief das ab, kannst du den Prozess kurz beschreiben? 

Ich habe mein Profil erfasst und mir dafür wirklich ein paar Tage Zeit genommen. Ich habe das gleich ernst genommen, als würde ich mich sonst um eine Stelle bewerben. Für mich ist wichtig gewesen, dass ich ein aussagekräftiges Profil mache, dass man sieht, was ich biete und man mich als Person spürt, wie ich bin und wie ich ticke. Ich habe zum Beispiel auch ganz klar geschrieben, dass ich keine Transfers machen kann, um keine falschen Erwartungen zu wecken. 

Super finde ich ja die Filter (die Art der Assistenz; Anmerkung der Redaktion), die die Jobplattform vorgibt. Das gibt einem einen Rahmen, daran kann man sich orientieren. Ich habe mich auch in das Gegenüber hineinversetzt und überlegt, was ich denn wissen wollen würde. Zum einen sind das die «hard facts» wie Wohnort und Sprachen, aber eben auch die «soft skills» wie, was für eine Person bin ich eigentlich. Ich habe ausserdem ein Foto und meinen Lebenslauf und Arbeitszeugnisse hochgeladen. Mir ist wichtig gewesen, dass die Leute sehen, was ich vorher gemacht habe.

Manuel hat mich dann über CléA angeschrieben und ich habe mir sein Profil angesehen. Er ist ähnlich gut vorbereitet gewesen wie ich. Er hatte ein Dokument hochgeladen, eine Art Steckbrief und die Stellenbeschreibung, zwei Din A4-Seiten lang. So habe ich erfahren, dass er 23 Jahre alt ist, ETH-Student und seine Hobbies Pfadi und Segeln sind. Mein erster Eindruck: cooler Typ! Ich habe ihm dann sofort geschrieben, dass ich gerne Teil seines Teams wäre. Wir haben uns darauf am HB Zürich in einem Kafi getroffen und eine Stunde lang gequatscht. Das hat einfach sofort gepasst. Wahrscheinlich, weil wir beide so strukturiert und gut vorbereitet waren. 

Aktuell ist mein Profil inaktiv. Ich habe noch andere Anfragen bekommen, aber ich wollte erstmal schauen, wie das mit zwei Jobs klappt. Und im Moment passt es so.

Wie planst du deine Einsätze als PA? 

Mit Fiona plane ich meine Einsätze von Woche zu Woche immer persönlich, kurzfristige Änderungen kommunizieren wir via WhatsApp. Sie ist sehr flexibel, auch wenn ich zum Beispiel mal nicht kann. Schwierig wird es, wenn ich ganz kurzfristig absagen muss, weil ich halt ihre einzige Assistentin bin. Sie findet aber immer eine Lösung und hat ein recht gutes Netzwerk. Im Notfall kommt die Spitex, oder meine Tochter könnte auch einspringen. Ich habe sie mal gefragt, ob sie denn ihr Assistenzteam nicht vergrössern will, aber sie ist ganz zufrieden mit einer Person. 

Mit Manuel tauschen wir uns über Google aus. Er erstellt für uns unsere Einsätze im Google-Kalender und schaltet sie frei. Da können wir dann auch unsere effektiv geleisteten Stunden eintragen, das hilft ihm bei der Abrechnung.

Welche Aufgaben hast du als PA?

Bei Manuel mache ich das Essen parat. Manchmal muss ich ihm das auch eingeben, ein Müesli zum Beispiel. Ein Konfibrot kann er selbst essen. Er hat dafür eine Esshilfe, die heisst NeaterEater. Ich richte ihm auch die Ovi mit Strohhalm. Und dann sind es viele feinmotorischen Sachen, wie Reissverschluss einfädeln, Jacke zumachen, seine Taschen für die Uni packen. Ich putze auch sein Zimmer. Aber pflegerische Aufgaben habe ich nicht. Manuel ist sehr selbstständig. Wenn ich weg bin, dann düst er mit seinem E-Rolli zum Bahnhof und von da an die Uni.

Bei Fiona koche ich, obwohl sich das auch ein bisschen gedreht hat. Jetzt steht manchmal das halbe Essen schon auf dem Tisch, wenn ich zu ihr komme. Das finde ich mega cool, dass sie so selbstständig geworden ist. Sie hat ausserdem Haustiere, vier Meerschweinchen und zwei Katzen, die versorge ich für sie. Ich wasche ab, mache die Wäsche, putze: kurz, den Haushalt. Bei Fiona ist aber noch die psychosoziale Begleitung ganz wichtig. Wir reden sehr viel, sie erzählt und ich höre zu. 

Welche Ausbildungen, Weiterbildungen, Vorkenntnisse hast du (z.B. Pflegefachperson o.ä.)?

Ich habe in Deutschland die Ausbildung zur Erzieherin gemacht. In der Schweiz habe ich meine Ausbildung irgendwann anerkennen lassen. Dank meiner langjährigen Erfahrung im Bereich Betreuung wurde mir der Abschluss Soz. Päd. HF zugesprochen. Danach habe ich noch eine Ausbildung zur Arbeitsagogin gemacht. 

Das alles ist aber in meinen Augen nicht nötig, um als persönliche Assistenzperson zu arbeiten. Das ist einfach mein Werdegang. Ich habe immer schon mit Menschen mit Behinderungen zu tun gehabt, das hat sich während all der Jahre wie ein roter Faden durchgezogen.

Was verdienst du als PA? 

Im Durchschnitt verdiene 1000 Franken pro Monat. Das Geld bekomme ich direkt von meinen beiden Assistenznehmern. Das ist halt auch eine Seite des Lebens mit Assistenz. Da ist die Selbstbestimmung und Freiheit, die die Betroffenen gewinnen, aber sie sind Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten. Das ist unter Umständen nicht immer einfach und liegt nicht jeder Person. Es gibt aber Organisationen, die die Assistenznehmenden unterstützen. Fiona zum Beispiel ging anfangs mit der Lohnabrechnung zu Pro Infirmis, heute macht sie alles selbst.

Unternimmst du auch mal in deiner Freizeit etwas mit deinen Vorgesetzten? Wenn ja, was und wie plant ihr das?

Ich trenne Berufliches und Privates strikt. Das hat aber auch mit meinem Werdegang zu tun. Früher wäre das ein Kündigungsgrund gewesen, hätte man nach der Arbeit mit dem Klienten etwas unternommen. Das habe ich verinnerlicht. Ich trenne das auch, damit ich nicht in einen Rollenkonflikt komme und gelassener bleibe. Es kann schwierig werden, wenn es emotional wird. 

Klar gibt es auch mal Ausnahmen. Fiona hat mich an ihrem Geburtstag zu einer Teestunde in Zürich eingeladen. Bei solch besonderen Anlässen bin ich schon dabei. Aber ich bin eher vorsichtig. Das heisst aber nicht, dass ich nicht mit Herz und Seele bei der Arbeit bin. Ich habe einfach mein Berufsleben und mein privates Leben.

Erzähl uns doch bitte von deinem schönsten Erlebnis, das du als PA hattest.

Das war weniger ein Erlebnis, sondern ein ganz tolles Feedback von Fiona, über das ich mich sehr gefreut habe. Ich weiss sehr viel Persönliches von Fiona, trotzdem halten wir Distanz. Sie hat mir mal gesagt, dass sie diese Balance aus Nähe und Distanz, aus Freundin und Assistentin, sehr schätzt und auch, dass ich so eine direkte, offene und unkomplizierte Person sei. Das war ein schöner Moment für mich. Zwischen uns stimmt einfach die Chemie. Wir sind in vielen Dingen sehr unterschiedlich, ich passe zum Beispiel gar nicht zu dem Schlag Mensch, mit dem sie sich sonst trifft. Wir haben aber auch Gemeinsamkeiten. Sie hat Katzen und ich auch, das verbindet uns. Wir schätzen uns gegenseitig, aber wir verlieren nicht aus den Augen, dass es ein Berufsverhältnis ist. 

Erzähl uns auch von deinem witzigstens Missgeschick in deiner Laufbahn als PA. 

Da erinnere ich mich an ein lustiges Erlebnis mit Fiona. Sie war lange im Spital und ich kümmerte mich in der Zeit um ihre Haustiere. Als ich einmal bei ihr zuhause war, rief ich sie an und krabbelte auf allen vieren durch die Wohnung, damit sie ihren Meerschweinchen und Katzen «Hallo» sagen konnte. Irgendwann stellte ich das Telefon dann ins Gehege. Sie redete weiter mit den Tieren und ich putzte derweil.

Bei Manuel gab es was zu Lachen beim Vorstellungsgespräch. Wir trafen uns in einem Kafi und als es ums Bezahlen ging, wollte er mich einladen. Ich sagte dann was in der Art wie: Ah, super, ein junger Mann lädt mich ein. Da mussten wir schon mal schmunzeln. Er wollte dann die Bankkarte wieder ins Portemonnaie stecken, hatte aber Mühe und bat mich zu helfen. Meine Antwort war: Ja klar, meine erste Amtshandlung als deine PA. Und während ich ihm das Kärtli in sein Bauchtäschli stecken wollte, machte er mit seinen Armen eine abrupte Bewegung und das Kärtli flog durch die Luft zum Nachbartisch rüber. Das war so witzig und ich meinte nur so: Wir sind ja ein super Team, wenn das schon so anfängt. Das war einfach Situationskomik. Wir haben gegiggelet und gemerkt, dass wir den gleichen Humor haben. 

Was glaubst du, bedeutet das Modell «Leben mit Assistenz» für einen Menschen mit Behinderung?

Ich glaube, das Modell hat zwei Seiten: Da sind Freiheit, Selbstbestimmung und Grundbedürfnisse, die erfüllt werden. Aber man führt auch plötzlich einen Haushalt. Man hat zum Beispiel einen Vermieter. Geht in einer Institution etwas kaputt, kommt meist der Hausdienst. Wohnt man alleine, muss man sich selbst darum kümmern. Es kann anfangs sicher überwältigend sein. 

Am Ende geht es aber um Grundbedürfnisse. Es ist ein Menschenrecht, dann aufs WC zu gehen, wenn man muss, das zu essen, worauf man Lust hat und dann die Füsse hochzulegen, wenn man müde ist und sich nicht an einen Zeitplan halten zu müssen. Oder bezogen auf die eigene Wohnung: Man kann sein Zimmer so einrichten, wie man will. Das sind Sachen, die sind für Menschen ohne Behinderung selbstverständlich. Wir können uns nicht ansatzweise vorstellen, wie das ist, diese Freiheit nicht zu haben. Die Betroffenen sind ja auch dann noch eingeschränkter als wir, wenn sie schon Assistenzpersonen haben. Sie können trotzdem nicht einfach in jeden Bus einsteigen oder an jede beliebige Veranstaltung gehen. Es bedarf viel Planung und Organisation. 

Trotzdem finde ich, dass das Leben mit Assistenz ein Mehrwert ist. Ja, es ist mit administrativen Aufwand verbunden, weil man zum Arbeitgeber wird. Aber genau deshalb bin ich so gespannt, was nach der CléA Jobplattform noch kommt und wie mit den nächsten Modulen die Zeitplanung und Abrechnung vereinfacht werden können. 

Was hältst du von der CléA Assistenzplattform und dem ersten Modul, der CléA Jobplattform, über die du deine zweite Stelle gefunden hast?

Ich finde es super, dass es die CléA Jobplattform gibt. Damit wird das Thema aus der Nische geholt, weg von den teilweise unverbindlichen Facebook-Gruppen oder den Migros-Zetteli. Die Tätigkeit wird endlich wertgeschätzt und ist gleichberechtigt wie jeder andere Job. Der Assistenzjob bekommt eine angemessene Plattform. 

Die Filter auf der CléA Jobplattform sind ein super Leitfaden, um sein Profil anzulegen und gematcht zu werden. Ich finde es auch gut, dass die Plattform noch keine Chat-Funktion hat. Man muss den Kennenlernprozess ausserhalb angehen, das bringt einen schneller näher zusammen. Ich finde es auch gut, dass man sein Profil inaktiv setzen kann. Man wirft sich nur dann auf den Markt, wenn man wirklich Kapazität hat.

Gibt es etwas, was du als PA von deinen Arbeitgebern gelernt hast? Hat sich deine Einstellung zum Leben oder deine Sicht auf gewisse Dinge verändert, seitdem du als PA tätig bist?

Nicht lamentieren, einfach machen. Ich finde meine beiden Chefs sehr inspirierend. Sie sind grosse Vorbilder darin, die Sachen anzupacken, mit dem was halt geht. Manuel ganz besonders. Wenn ich sehe, wie er im Rollstuhl Richtung Bahnhof fräst, dann kann ich fast nicht hinschauen. Er macht es aber einfach. Wenn ich dann mal ein Zimperlein habe, sage ich mir ganz oft: Hey, es gibt Menschen, die schlagen sich mit ganz anderen Sachen rum. 

Was rätst du anderen Menschen, die sich für die Tätigkeit als PA interessieren? 

Machen, anpacken, ausprobieren. Keine Angst oder Scheu davor haben, auf die Menschen zuzugehen, nachzufragen, wenn man etwas nicht versteht. Man findet mehr Gemeinsamkeiten, als Dinge, die einen unterscheiden. Man muss natürlich schon offen sein und sich auf all die Menschen mit ihren Einzigartigkeiten einlassen. Jemand der Assistenz hat, der ist von sich aus schon offen, der lässt jemanden in sein Leben rein. Also von der Seite ist die Bereitschaft und Offenheit da. Berufserfahrung braucht es nicht unbedingt, aber Humor hilft immer. 

Ich empfehle es jedem, der nicht die Sicherheit eines «9-to-5-Jobs» braucht. Für Studenten, Teilzeitler oder Pensionäre ist es auf jeden Fall eine tolle Gelegenheit. Und für einen selbst sowieso bereichernd.

Neugierig geworden?

Hat Sie Christianes Weg zum Job als persönliche Assistentin neugierig gemacht? Können Sie sich die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen vorstellen? Dann warten Sie nicht länger und melden Sie sich gleich an auf der CléA Jobplattform. Erstellen Sie noch heute Ihr Profil als persönliche Assistentin oder persönlicher Assistent und ebnen Sie den Weg zu mehr Selbstbestimmung.

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